Können wir Lawrence Rosen trauen?

Lawrence Rosen – auch genannt: Larry Rosen – ist einer der wirklich prominenten juristischen Experten in Sachen ‘Open Source Lizenzierung’. Viele seiner Artikel schwirren durchs Netz, fundiert und eingängig geschrieben.

Doch gibt es Merkwürdiges zu entdecken: Er hat nämlich auch ein Open Source Buch geschrieben und frei ins Netz gestellt, das “Open Source Licensing Book”. Allerdings werden wir, die wir es lesen wollen, momentan (2012-03-15 – 2012-03-17) mit bösen “Malware Warnings” geflutet, wenn wir den Link dahin aufrufen:

  • Wer in Google nach dem ‘oslbook’ sucht, wird schon in der Trefferliste vor dem Link www.rosenlaw.com/oslbook.htm gewarnt (Hitlist-Screenshot)
  • Wer den Link aus der deutschen Googletrefferliste heraus aufruft, wird nochmal auf deutsch vor dem üblen Ziel gewarnt (Hitlist-Click-Screenshot), ausgehend von der englischen Googletrefferliste gibt es die Englisch sprachige Warnung (Hitlist-Click-Screenshot).
  • Ruft man den Link www.rosenlaw.com/oslbook.htm direkt auf, wird man ebenfalls – und farblich unterstrichen – auf die drohende Gefahr hingewiesen (Direct-Call-With-Firefox-Screenshot). Allerdings kann man darüber Googles Begründung für die Malware-Klassifizierung erfragen (Malware-Analyssis-Screenshot).
  • Pikanterweise scheinen die Warnung irgendwie auch browserspezifisch sein: Alle obigen Screenshots sind unter Firefox entstanden. Opera liefert unter www.rosenlaw.com/oslbook.htm hübsh brav Starteseite des eBooks aus, ohne jede Meckerei (Direct-Call-With-Opera-Screenshot). Dafür warnt Opera generell vor der URL www.rosenlaw.com (General-Opera-Warning-Screenshot) – genau wie Firefox (General-Firefox-Warning-Screenshot).

Nun, das ist irgendwie ärgerlich – egal, wodurch diese Warnungen entstehen. Ich liebe Open Source doch auch, weil ich auf der guten Seite der Welt stehen möchte. Und nun dies. Was also tun? – Ich glaube ich frage einfach mal nach, bei Lawrence Rosen vielleicht, oder besser noch: bei der Open Source Initiative direkt … Den wer weiß, was sich wirklich dahinter verbirgt.

Sobald ich mehr weiß, nehme ich dieses (dann hoffentlich abgekühlte) heiße Eisen wieder auf …

{}

2 Responses to “Können wir Lawrence Rosen trauen?”

  1. kreincke sagt:

    Ja, offensichtlich können wir ihm als Person, mit seiner Site dauert es vielleicht noch. L. Rosen hat mir Sonntag direkt geantwortet:

    Ihm sei das Problem bekannt, es hänge irgendwie mit seinem Hoster AT&T zusammen, die seien aber nicht ganz so hilfreich. Jetzt habe er den Hoster gewechselt und warte nur noch auf die Änderung des DNS Eintrages. Und ich möge doch die Tage wieder vorbeikommen.

    Das will ich gerne tun. Und dann berichte weiter

  2. redtape.biz sagt:

    redtape.biz…

    I saw something about this topic on TV last night. Great article….

Leave a Reply